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Jun
Malaysia 17.05.14 bis 17.06.14
20.06.2014 15:15

Perhentian Island

Am 17. Mai bin ich wieder auf meiner Trauminsel angekommen. Wie das erste Mal, klatschnass ^^ dieses Mal lag es aber nicht an dem verrückten Fahrer sondern am Regen. Auf der Bootsfahrt von Kuala Besut nach Perhentian konnte Ich mich überhaupt nicht schützen, Wasser von allen Seiten, sogar von oben ^^ auf dem Boot war noch eine Gruppe malaysicher Studenten und wir alle waren komplett durchweicht, haben aber irgendwann nur noch darüber gelacht ^^ Wir mussten zwar auch kurz anhalten weil der Regen immer schlimmer wurde und der Kapitän die Insel nicht mehr sehen konnte und nicht wusste wo er hinfahren muss, aber auch das war in diesem Moment sehr witzig weil ich "ganz nett" begrüßt wurde: direkt über mir ist die Abdeckung vom Boot gerissen ^^ da ist dann erstmal schön das ganze Wasser, dass sich während dem Stopp auf dem Dach angesammelt hat, wasserfallartig auf meinen Hinterkopf und den Rücken runter geströmt, herrlich. NICHT! Aber ich wusste ja, dass die Sonne bald wieder kommt und ich 30 Minuten später im Paradies bin :-) also alles kein Problem.

Auf der Insel angekommen, wurde ich sehr herzlich von Mr. Tan, einem Besitzer der Diveshops, und Din, einem "boatsman" begrüßt. Es ist echt schön so weit weg von zuhause so lieb begrüßt zu werden :) Ester war schon tauchen und der Rest meiner Freunde, der nicht arbeiten musste, lag mit nem Hangover im Bett ^^ und somit habe ich erstmal "warm" im Diveshop geduscht und mich mit Jonathan, einem DiveMaster unterhalten. Das mit der Sonne hat an diesem Tag leider nicht mehr ganz so geklappt, es hat den ganzen Tag geregnet... so nach und nach habe ich dann aber alle meine Perhentianer wieder gesehen und wir haben dies abends mit Havanna gefeiert ^^

Die erste Nacht habe ich noch im Angestelltenzimmer bei Ester geschlafen, danach in einem Standardroom zum halben Preis und am Ende sogar in einem SuperiorRoom für den gleichen halben StandardRoom Preis ;)

In der ersten Woche war ich oft mit Ester tauchen, drei Mal sogar am besten DiveSite überhaupt: Temple of the Sea. Das ist ein riesengroßer Felsen im Wasser, 25 BootsMinuten vom Beach entfernt, der mit Korallen, Muscheln, Anemonen usw "bewachsen" ist. Rundherum viele wunderschöne bunte Fische, eine super Sicht und wenn man Glück hat sieht man sogar Haie... und ich war natürlich schnorcheln.

In der zweiten Woche habe ich mir einen Job gesucht, weil so lange nichts machen ist irgendwie nicht mein Ding. Am Anfang der Reise war ich ja viel unterwegs, habe Sightseeingtouren und Wandertouren ohne Ende gemacht und war somit beschäftigt. Ich hätte hier zwar auch jeden Tag tauchen können, aber auf Dauer wäre mir das zu teuer gewesesen... und faul rum liegen wollte ich auch nicht. mehr.. also habe ich mir überlegt ich könnte doch bei den Schnorcheltouren helfen. Schnorcheln bei den Perhentian Islands ist einfach ein Traum und da wird sicher Hilfe gebraucht mit den vielen Nichtschwimmern ^^ am Ende habe ich für zwei Familien gearbeitet und es hat mir total viel Spaß gemacht! Da ich keine Bezahlung wollte, habe ich bei den Restaurants der beiden Familien umsonst essen können! Überragend! Chicken Curry für umme :-) die Frau von der einen Familie hat sogar zu mir gesagt, dass ich mich nicht mehr als Gast verhalten soll. Wenn ich Hunger oder Durst habe, soll ich einfach in die Küche gehen uns mir was holen. Ihre Angestellten sind wie ihre Familie und ich gehöre jetzt auch zur Familie <3 ist das nicht süß? Die Menschen dort haben mich durch ihre unglaubliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft und auch durch ihren Zusammenhalt sehr beeindruckt.

Ich war dann drei Wochen so gut wie jeden Tag mit den Schnorcheltouren beschäftigt (mein Job war es zu erklären wie man das Lifejacket anzieht, den Schnorchel und die Maske benutzt, etwas über den Schnorchelplatz zu erzählen und was man dort sehen kann und natürlich zu Schauen, dass keiner absauft ^^... wenn ich nicht älter werden würde, könnte ich das echt bis an mein Lebensende machen... aber irgendwann wird mir mit Sicherheit die Kraft fehlen Nichtschwimmer durch das Meer zu ziehen ^^), das ist natürlich ein sehr anstrengender Job, aber es hat mir so viel Spaß gemacht! Abends sind wir entweder mit Gästen essen gegangen, haben das "Staff-food" von Ester oder Juan geteilt oder waren einfach nur zu zweit essen und danach am Strand spazieren... und klar, früher oder später sind wir immer bei Jim's Bar gelandet ^^ wo wir immer wieder neue Menschen kennen gelernt haben :)

An den Wochenenden sind wir oft mit dem Boot auf die kleinere Insel (hier sind viele Hostels, also viele Bagpacker und DER Partystrand) der Perhentians gefahren. Manchmal war das ein echtes Abenteuer ^^ vor allem in den letzten beiden Wochen, da es nachts sehr oft geregnet hat und die Wellen sehr hoch waren. Zwei der Abende werde ich niemals in meinem Leben vergessen:

an einem Samstag hiess es bis circa 19Uhr wir fahren zum Long Beach. Um 19Uhr meinte der Kapitän dann "Die Wellen sind zu hoch, wir kommen nicht aus der Bucht raus, also leider kein Long Beach"... hmmm... wir sind dann noch ewig an der Bar gesessen und um 22Uhr bin ich dann mal endlich duschen gegangen. Um 23:30Uhr kommt Juan in mein Zimmer gestürmt: "Hurry up, hurry up, we are going to Long Beach, they are just waiting for us!" OKAY, ich bin ready, zwar ungeschminkt, aber wir sind ja auf einer Insel, da braucht man das eh nicht ^^ also Geld eingesteckt, Ester eingesammelt, Tigerbeer für die Fahrt geholt und zum Boot gerannt... hurry up war dann doch nicht so notwendig, weil wir noch 15 Minuten auf den FaunaClan warten mussten ^^ Alleine um aus der Bucht raus zu kommen, haben wir 20 Minuten gebraucht, normalerweise braucht man maximal 5 Minuten... um ehrlich zu sein, waren die Wellen kein bisschen schwächer als zuvor... das Boot ist teilweise so hoch in die Luft geschossen, dass ich mich schon zum Long Beach schwimmen gesehen habe ^^ an dieser Stelle ein Dank an meine Bandscheiben! Ihr seid spitze! ^^ danke dass ihr da geblieben seid, wo ihr hin gehört ^^ An der kleinen Insel angekommen, konnten wir dann natürlich auch nicht direkt am Beach halten, da die Wellen zu hoch und das Wasser zu flach waren. Wir sind dann über einen unfertigen Steg geklettert und ich wundere mich bis heute, dass da keiner ins Wasser gefallen ist ^^Am Long Beach war die Party schon voll im Gange und Ester und ich haben uns sofort ins Getümmel gestürzt. Es war eine richtig geile Party, wir haben getanzt und gelacht und gefeiert... bis die Locals mal wieder angefangen haben zu fighten... sehr unnötig, passiert aber fast jedes Wochenende... war uns aber auch egal, denn "unsere Männer" haben sich wie immer rausgehalten und es war ja auch schon 4Uhr... Da die Partys grundsätzlich beendet sind, sobald ein Fight anfängt, sind wir wieder zurück zu dem unfertigen Steg gelaufen um wieder auf unser Boot zu klettern und nach Hause zu fahren... oder auch nicht... die Wellen sind in der Zwischenzeit noch höher geworden und wir konnten einfach nicht mehr weiter fahren. So haben wir dann auf halber Strecke am TunaBay (auf unserer Insel) angehalten und haben dort bis 8Uhr am Strand gewartet und/oder geschlafen... gut dass ich erst 9:30Uhr beim Schnorcheln sein musste ^^ erst haben wir noch überlegt, über den JungleTrek zurück zu unserem Beach zu laufen, aber ohne Schuhe und ohne Licht ist das nicht sooo cool ^^ Während wir am Strand saßen und versucht haben zu schlafen, musste ich Pi und habe Juan gefragt, ob er mitkommen kann, da ich nicht wusste, wo ich hinlaufen soll und Ester schon gepennt hat. Wir sind dann am Steg vorbei gelaufen und wollten grad Richtung Bungalows laufen als wir plötzlich BEIDE Hilferufe ("Juuuuan help me") aus dem Meer gehört haben. Wir haben uns angeschaut und fast gleichzeitig gefragt: "Did you hear that too?" Das war so unheimlich und bei mir hat natürlich sofort wieder das Kopfkino angefangen: *aaaa* unser Kapitän ist vom Boot gefallen und ertrunken, wir müssen für immer hier bleiben *aaaa*...

und dann wieder aus dem Wasser:"Juaaaaan"

Wir haben auf dem Boot, um den Steg rum und überall im Wasser nach unserem Kapitän gesucht... ohne Erfolg. Beinahe wären wir noch selbst ins Wasser gefallen, da der Steg nur aus zusammengebundenen Kanistern bestand und dank der Wellen ordentlich geschwankt hat... Juan ist dann zu einer Gruppe von uns, die nicht schlafen wollte und sich etwas abseits von uns gesetzt haben, gelaufen und hat ihnen von den Rufen erzählt. Was war die Antwort "A boatsman died there two years ago, just ignore the voice!" WHAT?!?!? Da unser Kapitän bei der Gruppe saß, habe ich das einfach mal akzeptiert, aber mit schlafen war dann nicht mehr so viel ^^ was ein Abenteuer! (ich habe übrigens am nächsten Tag mehrer Leute gefragt, ob die Geschichte mit dem ertrunkenen Boatsman stimmt... die Geschichte stimmt, der Boatsman war sogar von unserem Beach und mit vielen dort befreundet...)

Die Woche darauf war ich mit Ester und einem Päarchen aus Ulm wieder am Long Beach. (Die Ulmer Susi und Max waren im gleichen Resort wie ich und ich habe sie an der Jim's Bar kennen gelernt) Dieses Mal war die Fahrt Gott sei Dank nicht so abenteuerlich ^^ Wir haben die ganze Nacht durchgetanzt und es war einfach überragend! Ich habe in meinem ganzen Leben noch kein Paar so geil tanzen sehen, wie die zwei Ulmer!

Es war so schon abartig heiss und das Tanzen hat das Ganze nicht besser gemacht. Ist ja aber kein Problem, bei einem "Beachclub" ^^. Ich bin zwischendurch einfach mit ein paar Freunden vom Faunaclan, mitsamt meinen Kleidern ins Meer gesprungen und dann wieder zurück auf die Tanzfläche, sau gut ^^ als es dann gegen 5Uhr hiess wir fahren zurück zu unserer Insel (und unser Boot dank der Flut circa 20m vom Strand weg war), sind die Ulmer und ich einfach zu unserem Boot geschwommen, wieder mit Kleider. Wir haben so viel gelacht und so viel Spaß gehabt. Auf unserer Insel sind wir dann alle noch in den Pool gesprungen und Susi hat geschwärmt:"Das Leben ist SO schön!" Wie Recht sie hat :) Danke an dieser Stelle an Susi und Max! Diese Nacht war die Krönung meiner Zeit auf den Perhentian Islands!

Voll witzig übrigens... die Ulmer wollten natürlich auch schnorcheln gehen und ich habe sie natürlich sofort davon überzeugen können mit mir als Guide zu schnorcheln... mein Chef dachte, dass das Freunde von mir wären und hat uns deswegen einen Trip nur zu dritt machen lassen. Das war super, die Ulmer sind fast abgeschnallt. Und für mich war dieser Trip natürlich auch sehr entspannend: keine Nichtschwimmer, die ich durch's Wasser ziehen muss ^^

 

 

 

 

 

 

Malaysia 27.04.14 bis 28.04.14
Halbzeit 18.06.14 bis 25.05.14

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